Silvester mit Hund: Jetzt knallt’s aber! Die Kehrseite des Winters.

Bulldogge schnee rennen silvester

Ganz ehrlich: Winter ist nicht meine Jahreszeit. Väterchen Frost und Kumpel haben nämlich die ein oder andere Merkwürdigkeit mitsamt den Minusgraden im Gepäck. Im Sommer, wenn es draußen tierisch warm ist, springe ich zum Beispiel einfach in meinen Hundepool. Feddich! Ist es draußen aber kalt, da machste nichts. Im schlimmsten Fall bekommste so einen schrecklichen Hundemantel an. Das Dingen zwickt und hängt an mir wie eine mit Stoff bezogene Klette. Selbst, wenn ich wie ein tollwütiger Wilder durch die Wohnung renne, und mich jaulend von einer Ecke in die nächste schmeiße – das Dingen bleibt. Erfreulicherweise hat Frauchen die Nummer mit dem Mantel aber irgendwann aufgegeben. Kommt sie doch mal auf die irrsinnige Idee und holt die Stoffklette heraus, und ich höre, wie sie klammheimlich und ganz leise versucht, den Klettverschluss aufzureißen, da mache ich nur noch eines: Beinchen in die Pfoten nehmen – und abhauen! Blitzschnell verstecke ich mich in meinem Körbchen, schließe die Augen; und hoffe, dass mich keiner findet. Meistens erwischen sie mich doch, diese Verrückten.

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Hoffentlich sieht mich keiner!

Dann hat der Winter noch einen seltsamen Beigeschmack, der sich über ein paar Tage hinweg zieht: Dabei knallt‘s! Und zwar richtig laut. Wir Hunde hören ja bekanntlich um einiges besser als ihr Menschen. Ihr denkt zwar immer, wir hören euch nicht. In Wirklichkeit, da tun wir nur so. Aber psss… das bleibt unter uns. Jedenfalls knallt es dann aus jeder Ecke – mal lauter, mal leiser.
Noch schlimmer wird es an einem bestimmten Tag. Die Menschen sind schon morgens ganz aus dem Häuschen und rödeln ständig irgendwo herum. Dann sprühen sie extrem riechendes Zeugs auf sich und pusten sich stundenlang lautstark Luft ins Haar. Plötzlich sehen sie ganz anders aus. Vielleicht haben sie versehentlich in die Steckdose gepackt? Ich weiß es nicht. Und dann dieser aufdringliche Duft. Der ist schlimmer, als wenn ich ganz charmant die Luft auf der Couch verzaubere.

Ist es erst dunkel, kommen noch mehr euphorische Menschen und alles ist einfach nur noch lauter. Draußen knallt’s, drinnen wummst es aus den Boxen. Alles schreit gegen die viel zu laute Bässe an und rennt scheinbar planlos durch die Gegend. Als Hund sollst du in solch einem Moment natürlich immer ganz ruhig und entspannt sein. „Madox, leg dich ins Körbchen und mach Heia!“ Ja klar! Denk ich mir. ‚Versuch du doch mal bei so einem Radau zu pennen.

hund verstecken

Hier hinter der Scheibe bin ich sicher, denke ich jedenfalls.

Ganz wahnsinnig wird die Situation irgendwann mitten in der Nacht. Die Knaller draußen steigern sich jetzt fast minütlich. So, als wenn eine Hündin ihre Welpen bekommt und die Wehen einsetzen. So muss das sein! Jedenfalls stehen plötzlich alle auf und die meisten gehen raus. Ich traue mich das ehrlich gesagt nicht. Ich habe ja keine Ahnung, mit was die da draußen auf mich schießen. Das scheint mir zu gefährlich. Drinnen fühle ich mich sicherer – so lange jedenfalls, bis einer von den aufgescheuchten Menschen zu mir kommt und es „gut“ mit mir meint. Die Oma und der Opa, die können das ganz bsonders gut. Opa kommt zu mir, setzt sitzt neben mich und schon spüre ich sie: diese innerliche Panik. Er streichelt mich und versucht mich zu beruhigen: „Alles gut mein Kleiner! Passiert ja nichts.“ Ähem, hallo? Na klar! Bisher dachte ich auch, hier drinnen sei ich sicher. Aber wenn der Opa schon so aufgeregt ist, liegt da vielleicht doch was im Argen. Und dann geht die Kopfkirmes los: Ach du scheiße! Denk ich. Und jetzt? Hilfe? Was machen wir denn jetzt? Panik. Oppaaaa? Mach was! Schon zitterst du wie ein verlassener Nackthund im Schnee und siehst alles andere aus, aber ganz sicher nicht mehr wie die tierisch coole Bulldogge aus dem letzten Jahr. Willkommen 2017: Happy New Year!

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Happy New Year! Bleibt gesund und habt ein wundervollen Start in 2017. Wir lesen von uns. Pfote drauf!

Ich wünsche dir und allen Hunden, Tieren und anderen Lebewesen ein tierisch gesundes neues Jahr – von Herzen. Dein Madox!


Madox

Da guckste, wat? Von wegen Hunde können nicht denken. Zugegeben: Einige meiner vierbeinigen Artgenossen lassen tatsächlich an so mancher Hirntätigkeit zweifeln. Ich mein, wer trägt denn heute noch Dauerwelle? Echt wahr. Ich kenne da einige. Jaja, was ich schon in meinen 21 Hundejahren alles sehen musste. Deswegen wird es Zeit für mein eigenes Blog. Aber wo bleiben meine Manieren? Wenn ich mich vorstellen darf: Ich bin Madox.

Weiter schnüffeln? Hier lang ...

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