SOS, Tierarzt! Die Leiden einer französischen Bulldogge.


Als ich heute morgen wach geworden bin, war mir ganz komisch. Irgendwie konnte ich mich gar nicht mehr richtig bewegen. Mein Rücken tat so weh, dass ich kaum laufen konnte. Jeder Schritt eine Qual, an Springen gar nicht erst zu denken. Was war nur los mit mir?

20140224_143613Frauchen dachte zunächst, ich hätte mich bei meinen üblichen turbulenten Sprüngen beim gestrigen Spaziergang verrenkt. Leider aber verschlimmerte sich mein Zustand als Frauchen zur Arbeit fuhr und mich wie jeden Tag für einige Stunden zu Opa brachte. Das Zittern wurde immer stärker, ich bekam durch meine angespannte Körperhaltung kaum noch Luft. Und ihr wisst ja, dass ich damit ohnehin Probleme habe – trotz der Gaumensegel-OP in jungen Jahren.

Warum sich Menschen ruhig verhalten sollten.

Ratsam wäre gewesen, wenn Oma nicht so angespannt gewesen wäre. Das Verhalten hat sich natürlich auf mich übertragen. Ich meine: Hallo?! Wenn die Menschen schon unsicher sind und mir nicht helfen können, wer sollte es dann können? Kein Wunder also, dass sich meine Angst mit den sichtlich um mich besorgten und plötzlich ziemlich tattrigen Menschen verschlimmerte. Da weiß man schon selbst nicht mehr was gravierender ist: Das eigene Elend oder das der ängstlichen Menschen? Anscheinend Letzteres.

Der Gang zum Tierarzt.

Es half also alles nichts, Frauchen musste zurück kommen und mich zum Tierarzt chauffieren. Und eines kann ich euch sagen: Dieser Ort des Schreckens hat das Zittern keineswegs verbessert. Wie auch? Immerhin ist das mit dem Tierarzt so eine Sache. Schon allein der dort in der Luft liegende Angstschweiß treibt selbst mir coolem Typen den blanken Horror in den Bart.
Patient Madox in der Sonne.

Gaumensegel, Wirbelsäule und was bitte noch?

Die Tierärztin kenne ich schon seitdem ich ganz klein bin. Sie erklärte uns, dass wir Bulldoggen eine mangelhafte Wirbelkörperausbildung (Informationen zum Thema) haben. Speziell betroffen davon ist der so genannte Keilwirbel. Eigentlich hatten wir gedacht, dass durch meine Rute und meine doch eigentlich recht lange Wirbelsäule dieses Problem gar nicht erst auftritt, aber das war wohl ein Satz mit X. Wie sehr mich dieses Leiden noch weiter in meinem Leben beeinträchtigen wird, ist schwer zu sagen. Es kann sich verschlimmern, kann aber auch so bleiben. Mein Glück ist, dass ich für eine Bulldogge ziemlich sportlich bin. Wenn ich da so meine 10 Kilometer um den Stausee renne, staunen die Leute schon nicht schlecht. Und übrigens: Die Tierärztin meint, dass das Joggen gesund und sehr wichtig für mich sei. Auch wegen meiner athletischen schlanken Figur. Fett dürfte ich nämlich nicht werden.

Frauchen konnte sich erfreulicherweise einen Tag Urlaub nehmen und muss jetzt aufpassen, dass ich nirgends hochspringe. Einen Tag komplettes Bewegeverbot, ein hartes Los für mich hyperaktiven Vollathleten. Auf der anderen Seite: So richtig laufen kann ich eh nicht, trotz Spritze. Wenn ich meinen Kopf allerdings weit hoch halte und ich mich nicht hinlege, ist es mit den Schmerzen auszuhalten. Deswegen genieße ich einfach mal den Tag mit Frauchen auf der Terrasse soweit es geht. Es gibt Schlimmeres.


Madox

Da guckste, wat? Von wegen Hunde können nicht denken. Zugegeben: Einige meiner vierbeinigen Artgenossen lassen tatsächlich an so mancher Hirntätigkeit zweifeln. Ich mein, wer trägt denn heute noch Dauerwelle? Echt wahr. Ich kenne da einige. Jaja, was ich schon in meinen 21 Hundejahren alles sehen musste. Deswegen wird es Zeit für mein eigenes Blog. Aber wo bleiben meine Manieren? Wenn ich mich vorstellen darf: Ich bin Madox.

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1 Response

  1. 27. Februar 2014

    […] Madox am Montag bereits geschrieben hat, ging es ihm am Morgen nicht gut. Er konnte nicht mehr richtig springen oder Treppen laufen, […]

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