Schön-Wetter-Bully, verstehse? Madox und die Regen-Phobie.


Leute, Leute, Leute. Ich verstehe euch Menschen manchmal nicht. Es ist doch so: Kauft ihr euch einen Hund, heißt es gleich mit erhobenen Zeigefinger: „Das ist eine Mordsverantwortung, du musst bei Wind und Wetter mit dem rausgehen!“ Und dann passiert mir heute zum wiederholtem Mal folgende Situation:

Es ist kurz nach Hellwerden morgens. Ich liege in meinem Körbchen und werde gerade wach. Zugebenen noch etwas mitgenommen von dem gestrigen Deutschlandsieg 7:1, das haut selbst ’nen Franzosen wie mich aus den Socken. Plötzlich schaut Frauchen zur Tür herein und blickt mich freudestrahlend an: „Pippi machen? Teita gehen?“ „Ja, logo!“ denk ich mir. Teita gehen ist generell ’ne coole Sache. Ich mache mich also in gähnend-streckender Haltung aus meinem gemütlichen Körbchen raus und folge Frauchen. Die strahlt immer noch voller Freude. Da freuste dich natürlich mit. Muss ja irgendwas Gutes dran sein, denkste dir, wenn die sooo glücklich ist. Dann geht die Hastür auf: Wie bitte?! Ich schaue Frauchen mit einem großem Fragezeichen über meinem Bullykopf an. Nicht zu fassen: Und die strahlt immer noch! Hat die überhaupt gesehen was da draußen los ist? Alles nass! Igitt!

frenchie-nass

Ich also, gutwillig wie ich eben bin, wage mich einen Schritt in das ekelige Nass. Nee, nee. Nee! Bei aller Liebe. Nicht mit mir! Ich mache also auf meinen vier Pfoten wieder kert, in der Hoffnung ich bleibe verschont und kann mich bei dem Hundewetter fernsehguckend auf die Couch chillen. Ganz nebenbei: Ich frage mich ohnehin, wer  denn bitteschön die Frechheit besessen hat, dieses verflixte Ekelwetter nach uns Hunden zu benennen? Egal. Frauchen kennt natürlich kein Erbarmen mit mir. Irgendwie scheint sie zu denken, dass ich unbedingt für kleine Franzosen müsste.

Aber da frage ich euch, allen Ernstes: Habt ihr etwa Lust, euch bei dem Sauwetter in einen komplett durchnässten Busch zu hocken? Überall tropft es und ja, der ständige Luftzug am Hintern macht das Erledigen der Geschäfte auch nicht besser. Ohnehin, am Wochenende, wenn ich alias „Kondomi“ morgens ins Bettchen darf, bin ich Weltmeister im Einhalten und immer der Letzte, der das Bett verlässt.

Jedenfalls sitze ich dann einige Minuten später doch da draußen, irgendwo im Wald, im nächstgelegenen Busch, komplett nass, bescheuerter aussehend wie jeder Pudel – und frage mich wie so oft: Liebe Menschen, liebes Frauchen, was genau stimmt mit euch nicht?


Madox

Da guckste, wat? Von wegen Hunde können nicht denken. Zugegeben: Einige meiner vierbeinigen Artgenossen lassen tatsächlich an so mancher Hirntätigkeit zweifeln. Ich mein, wer trägt denn heute noch Dauerwelle? Echt wahr. Ich kenne da einige. Jaja, was ich schon in meinen 21 Hundejahren alles sehen musste. Deswegen wird es Zeit für mein eigenes Blog. Aber wo bleiben meine Manieren? Wenn ich mich vorstellen darf: Ich bin Madox.

Weiter schnüffeln? Hier lang ...

2 Responses

  1. 10. Oktober 2014

    […] Hunde dich jeden Tag an die frische Luft bringen, ob es regnet oder […]

  2. 25. Februar 2015

    […] kleiner Franzose bin ich ja bekanntermaßen ein wenig eitel. Typisches Hundewetter mit Regen und Kälte ist so gar nicht meines, da mache ich es mir lieber auf dem heimischen Sofa […]

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