Frenchie Madox und die Gang von gegenüber

frenchie madox: pinscher gang

Meine französische Wenigkeit ist ja seines Zeichens nicht nur als Büro-Boss selbstständig tätig, ich leite ebenso eine eigene Security Firma. Ein harter nicht zu verachtender Job ist das, mit einer bully-mäßigen Verantwortung. Immerhin liegt es ausschließlich an mir, dass absolut niemand mein Grundstück betritt, das gilt im Übrigen auch für die angrenzende Hundewiese, die ebenfalls meiner strengen Überwachung unterliegt. Den Nachbarn habe ich eine Nutzungsgenehmigung eingeräumt, die sich aber ausschließlich auf das Geschäftemachen bezieht und – vorausgesetzt natürlich mir ist danach – zum Spielen. Mit mir. Natürlich.

Neben den Löwen von gegenüber, von deren Kampf mit mir ich ja letztens erst erzählt habe, wohnen noch weitere quirlige Gesellen: die Gang, wie ich sie nenne. Die Gang, das sind fünf Zwergpinscher und ein West Highland Terrier. Auch sie müssen zunächst an meiner Residenz vorbei, um auf die Hundewiese zu gelangen. An für sich gar kein Problem, wenn sie nicht so verdammt klein wären. So klein, dass ich damit überhaupt nichts anfangen kann.

frenchie madox überwachung

Stützpunkt: Madox Security GmbH

Immer wenn die Gang an meinem Tor vorbei stolziert, ziehe ich meine übliche Show ab: Ich kläffe, hüpfe, pupse. Aber als sich Folgendes das erste Mal ereignete, dachte ich, jetzt haut’s mich um: Ich stehe da an meiner Security-Stützung an dem weißen Tor, das es mir idealerweise ermöglicht, alles was davor passiert haarscharf zu beobachten. Man kann nämlich zwischen den Gitterstäben hindurch schauen. Wenngleich das bei der Gang noch nicht einmal notwendig wäre: Hunderte Meter gegen den Wind hört man bereits, wenn sich die aufgemischte Bell-Bande bereit macht. Das Kläffen ist so grell, dass ich mich wundere, dass die überhaupt noch Scheiben im Haus haben.

Ich höre jedenfalls schon, dass die Gang im Anmarsch ist, kurz darauf sehe ich den aufgewühlten Haufen Fellnasen auch schon an der gegenüberliegenden Straße stehen. Vorsichtshalber ziehe ich den Kamm auf. Kann ja nicht schaden. Die Gang setzt sich lauthals in Bewegung und steht kurz darauf auch schon vor meinem Tor. Ich kläffe, hüpfe, pupse. Und auf einmal, ich drehe mich um, das Kläffen bleibt mir fast im Halse stecken: Ach du kacke, was macht denn der jetzt hier?! Da steht einer direkt neben mir auf meinem (!) Grundstück und glotzt mich, natürlich weiter lautstark kläffend, an. Da ist der Mini-Flitzer doch tatsächlich so klein, dass er einfach durch das Tor hindurch geflutscht ist. Unglaublich. Klar, dass ich dem nichts getan habe, so klein wie der ist. Eigentlich mache ich eh immer nur auf dicke Buchse. Obwohl die Gang es mittlerweile gelinde gesagt „etwas“ übertreibt mit meiner Gutmütigkeit. Eines Tages komme ich nach Hause, da hat doch einer von denen tatsächlich mitten in meine Garage geschissen. Mondieu! Es gibt zwei Möglichkeiten: Ich muss etwas an meinem Sicherheitskonzept ändern oder die suchen sich endlich mal einen Job zum Runterkommen. Ich habe da so eine Idee:

pinscher lustig: Pizza liefern

(c) Flickr.com / Pinscher


Madox

Da guckste, wat? Von wegen Hunde können nicht denken. Zugegeben: Einige meiner vierbeinigen Artgenossen lassen tatsächlich an so mancher Hirntätigkeit zweifeln. Ich mein, wer trägt denn heute noch Dauerwelle? Echt wahr. Ich kenne da einige. Jaja, was ich schon in meinen 21 Hundejahren alles sehen musste. Deswegen wird es Zeit für mein eigenes Blog. Aber wo bleiben meine Manieren? Wenn ich mich vorstellen darf: Ich bin Madox.

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1 Response

  1. 4. November 2015

    […] wenn er erhobenen Hauptes in Richtung meines herrschaftlichen Anwesens stolziert kommt, die Rehpintscher-Gang im Nacken und an der sicheren Leine geführt, da stehen mir die Haare zu Berge. Das sage ich euch […]

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